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Stromableser Dieter Mack seit 30 Jahren im Dienst der Stadtwerke

In diesem Jahr machen sich die Stromableser der Rother Stadtwerke rund vier Wochen früher auf den Weg. Grund dafür ist der wegen der Corona-Krise geänderte Mehrwertsteuersatz, weshalb die Jahresendabrechnung bis Ende des Jahres fertig sein muss. Zwischen dem 30. November bis zum 18. Dezember dürfen die Stadtwerke-Kunden mit einem kurzen Besuch der Ableser rechnen.

Bereits seit 30 Jahren steht Dieter Mack als Stromableser im Dienst der Stadtwerke, der jetzt für seine langjährige Tätigkeit von Werkleiter Dr. Gerhard Brunner ausgezeichnet wurde. Mack denkt noch lange nicht ans Aufhören, dafür macht ihm dieser Job viel zu viel Spaß. Schon sein Vater war als Stromableser tätig. „Und seine Erzählungen von den vielen Begegnungen haben mich damals neugierig gemacht. Ich habe damit angefangen, als mein Vater aufgehört hat“, so Mack. Das war kurz nach seiner Hochzeit und neben seiner Neugierde hatte natürlich auch der Nebenverdienst einen gewissen Anreiz. „Vom ersten Geld haben wir uns eine Kaffeemaschine gegönnt“, erinnert sich Mack. In seinem normalen Beruf war Mack 40 Jahre bei der Firma Metz als Konstrukteur tätig, seine letzten Berufsjahre verbrachte er bei Speck Pumpen als technischer Zeichner.

Im rund dreiwöchigen Ablesezeitraum besucht Mack Jahr für Jahr rund 550 Haushalte. Kein Wunder, dass er da so einiges erlebt hat. Fast durchweg verliefen diese Begegnungen positiv. „Die meisten Leute kannten mich schon, und so wurde ich immer freundlich begrüßt“, so Mack. Hin und wieder wurden ihm auch Süßigkeiten zugesteckt. Eine ältere Dame hielt regelmäßig einen Piccolo bereit, den Mack ebenso regelmäßig dankend ablehnte. „Schließlich bin ich im Dienst“. Auch mit laut bellenden Hunden, die dem Stromableser hin und wieder an den Türen erwarteten, kam Mack immer gut klar. „Ich habe selber zwei Hunde, bin also durchaus hundeerfahren“. Und wenn ein neu eingezogener Kunde zum ersten Mal Dieter Mack vor seiner Haustür stehen sah, dann konnten die Nachbarn beruhigen: „Das ist doch der Stromableser, den kennen wir schon ewig“. Mack erinnert sich auch noch gut an ein altes Ehepaar, dessen Zähler sich in seiner Altbauwohnung genau unter dem Esstisch befand. Dummerweise kam er gerade vorbei, als die beiden zu Mittag aßen. „Da haben wir gemeinsam alles weggeräumt und ich beschloss, das nächste Mal erst am Nachmittag zu kommen“. Genau das tat Mack dann auch… und platzte dann ausgerechnet ins Kaffeekränzchen. „Nach diesem Erlebnis kam ich dann immer am Vormittag, aber natürlich erst nach dem Frühstück“, lacht Mack.

Nur einmal bestand eine Frau darauf, dass er das große Regal mit ihren Einweck-Gläsern, welches den Weg zum Zähler versperrte, gefälligst selber abbauen sollte. „Die ist dann ganz schön pampig geworden“, erinnert sich Mack. „Dabei ist es die Aufgabe der Kunden, diesen Bereich zugänglich zu lassen“. Ein anderer unzufriedener Kunde warf sogar einmal einen Schneeball nach ihm. Erlebnisse dieser Art blieben allerdings die Ausnahme. „Die Leute waren immer sehr freundlich und zuvorkommend, sonst würde ich diesen Job nicht schon so lange machen“. Außerdem sei es seit einigen Jahren sogar komfortabler geworden. Denn die Ableser schleppen heutzutage keine schweren Aktenordner mehr mit sich herum, in die sie die Zählerstände eintragen. Ersetzt wurden diese durch spezielle Smartphones, die jeder Stromableser dabeihat.

Für die kalten Tage hat Dieter Mack immer einen Taschenwärmer auf seiner Tour dabei. Er genießt es, draußen unterwegs ist - egal bei welchem Wetter: „Ich bin gerne an der frischen Luft, egal ob bei Sonne, Schnee oder Hagel - und manchmal bekomme ich an den Haustüren sogar einen heißen Tee serviert“.

  • Dieter Mack, links im Bild, freute sich über die Würdigung seiner 30-jährigen Tätigkeit als Ableser und über die Präsente, die Dr. Gerhard Brunner, Werkleiter, überreichte.