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Dritter Energiewendepreis der Stadt Roth und der Stadtwerke

ROTHAURACH (tts) - Bereits zum dritten Mal schreiben die Stadt Roth und die Stadtwerke  Roth ihren Energiewendepreis aus. Schon in den Jahren 2013 und 2016 wurden Preisgelder in Höhe von 1000 Euro, 500 Euro und 250 Euro an die drei besten Klimaschutzprojekte vergeben. Auch heuer winken wieder diese stattlichen Preisgelder. Mitmachen kann jeder, der zukunftsorientiert handelt und privat oder in seinem Unternehmen Projekte realisiert, die einen nachhaltigen Beitrag zur Energiewende liefern. Das kann zum Beispiel der Einbau einer Wärmepumpe im Bestandsgebäude sein, ein Effizienzhaus 40, die Generalsanierung von Bestandsgebäuden mit nachhaltigen Produkten wie Naturdämmstoffe, PV-Anlagen mit Eigenstromnutzung über 80 %, der Einbau von Blockheizkraftwerken, eine Smart-Home-Steuerung mit Energieeffizienz, die Anschaffung eines Elektroautos oder - noch umweltfreundlicher - Lastenfahrräder.

Gunther Werner aus Rothaurach hat von dem Wettbewerb aus dem Stadtwerkemagazin POWER erfahren, und da er in den letzten Jahren mehrere ressourcenschonende Investitionen getätigt hat, entschloss er sich zur Teilnahme. „Bei uns ist ein umweltfreundlicher Lebensstil zu einem echten Familienprojekt geworden, bei dem alle mitmachen“, so der 45jährige Betriebswirt, der bei einem Autozulieferer arbeitet. Nicht zuletzt deshalb interessiert er sich für die Elektromobilität, weshalb er seit Juni 2020 ein Hybridfahrzeug sein Eigen nennt. Natürlich zusammen mit einer so genannten „Wallbox“ direkt am Haus, die ein einfaches und intelligentes Laden seines Fahrzeugs gewährleistet. Auch in seiner Nachbarschaft hätten sich inzwischen mehrere Familien ein E-Auto zugelegt, berichtet Werner. Werkleiter Gerhard Brunner, der zusammen mit Bürgermeister Ralph Edelhäußer den Wettbewerbsteilnehmer besuchten, sieht das als Zeichen, dass die Elektromobilität jetzt endlich an Fahrt aufnimmt. „Ich rechne damit, dass sich nun jedes Jahr die Anzahl der zugelassenen Elektrofahrzeuge verdoppelt“, so Brunner, der sich freut, dass sich auch die Familie Werner diesem Trend angeschlossen hat. Neben E-Auto und Wallbox hat Werner auch in die Solarenergiegewinnung investiert. Seit November 2019 befindet sich auf seinem Dach eine PV-Anlage mit einer Leistung von 9,7 kWp. Den so erzeugten Strom verbraucht er selber, der Rest wird ins öffentliche Netz eingespeist. Beide Projekte wurden übrigens nicht nur aus reinem Idealismus realisiert: „Dank staatlichen Zulagen rechnet sich das auch privat“, betont der Familienvater. Bürgermeister Ralph Edelhäußer, der zum Termin mit seinem elektrischen Dienstwagen vorgefahren ist, hofft auf eine rege Teilnahme beim diesjährigen Wettbewerb. „Im Vergleich zu den Jahren 2013 und 2016 haben viele Menschen, die damals nur mit dem Gedanken gespielt haben, in regenerative Energieprojekte zu investieren, ihre Pläne inzwischen wahr gemacht“, so der Rathaus-Chef. Bei der Gelegenheit wies er auch auf den bundesweit ausgerufenen „Wattbewerb“ hin, dem sich die Stadt derzeit stellt. Die erste Maßnahme der neuen fraktionsübergreifende „Klimaschutzinitiative Roth“ ist die Teilnahme an diesem Wettbewerb, bei dem die erste deutsche Stadt gesucht wird, die es schafft, ihre Photovoltaik-Leistung zu verdoppeln. „Sowohl beim Wattbewerb oder beim Energiewendepreis: ich bin schon sehr gespannt, was dabei herauskommt“, so Edelhäußer.

Beim Energiewendepreis kann jeder mitmachen, der seinen Haupt- und Nebenwohnsitz (bzw. seinen Firmensitz) im Rother Stadtgebiet hat. Die eingereichten Projekte müssen Innovationscharakter und Vorbildfunktion haben, über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehen und bereits realisiert sein. Als Bewertungskriterien wurden vier Rubriken festgelegt, welche mit Punkten von 1 - 10 von einer Fachjury bewertet werden: Der Innovationsgrad des Projektes, die Energieeffizienz in Kombination mit Umweltentlastung und der Schonung von Ressourcen, die Einsatzmöglichkeit (praktische Anwendbarkeit, Nachahmungscharakter), sowie die Wirtschaftlichkeit.

Alle weiteren Informationen, die Ausschreibung und den Erfassungsbogen findet man als Download auf der Homepage der Stadtwerke Roth www.stadtwerke-roth.de, sowie der Stadt Roth unter www.stadt-roth.de. Noch bis zum 31. Mai 2021 können die Unterlagen bei den Stadtwerken Roth unter info@stadtwerke-roth.de, Stichwort: Energiewendepreis, eingereicht werden. Geplant ist, nach Auswertung durch die Jury die Preisgelder bei einer öffentlichen Veranstaltung oder einer Pressekonferenz im Sommer 2021 zu übergeben, selbstverständlich unter Berücksichtigung der dann geltenden Corona-Regeln.

Tobias Tschapka (tts)

  • Mittels einer App hat man seinen Verbrauch genau im Blick.

  • Tobias Werner, Gunther Werner, Erster Bürgermeister Ralph Edelhäußer und Werkleiter Dr. Gerhard Brunner freuen sich, dass sich die ganze Familie zu einem umweltfreundlichen Lebensstil entschlossen hat.

  • Die Sonne scheint und auf dem Laptop kann man die Stromproduktion verfolgen.

  • Gunther Werner hat aus dem Kundenmagazin POWER vom ausgeschriebenen Energiewendepreis erfahren und hat sich sofort für die Teilnahme entschieden.